Die Fettabsaugung
(auch Bodyforming, Liposculpturing, Liposuktion,
Aspirationslipektomie) ist eine der am häufigsten durchgeführten
plastisch-ästhetischen Maßnahmen.
Patient/in und Arzt
Die ausgefeilten Techniken der Fettabsaugung ermöglichen es heutzutage, bei fast
jedem Menschen an jeder beliebigen Körperstelle risikoarm und fast immer
dauerhaft Fettdepots zu verkleinern. Asymmetrische Körperpartien können durch eine
Liposuktion ausgeglichen werden.
Diät- und sportresistente Fettpolster finden sich besonders:
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Bei Frauen an Oberschenkeln (z.B. Reiterhosen), Po, Hüften, Knie, Bauch,
aber auch Gesicht, Hals, Oberarme, Rücken, Waden und Fesseln.
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Bei Männern an Bauch, Hüften, Brust, Gesicht und Hals.
Meist handelt
es sich um normalgewichtige Menschen mit bestimmten Problemzonen. Auch für
Übergewichtige kann eine Fettabsaugung der erste Schritt zu einer gesünderen
Lebensführung sein.
Wichtig für den Plastischen Chirurgen ist, die Vor-
und Nachteile der verschieden Verfahren zu kennen um die individuell perfekte
Lösung für den Patienten zu finden. Neben der reinen Kenntnis der
unterschiedlichen Methoden ist es natürlich auch erforderlich, dass der
Operateur verschiedene Verfahren anbietet, damit die im Einzelfall optimale
Methode für die Behandlung ausgewählt werden kann.
Der entscheidende Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt jedoch der ausführende
Arzt, denn ästhetische Chirurgie ist Handarbeit. Eine Methode kann nur so gut
sein wie die Erfahrung und das Talent des ausführenden Chirurgen. Mit anderen
Worten: Ein Sportwagen kann in den Händen eines Fahranfängers oder unsicheren
Fahrers zur gefährlichen Waffe werden – also finden Sie einen guten Chauffeur
durch die plastisch-ästhetische Chirurgie, um schnell und sicher ans Ziel zu
kommen.
Die Operation – Allgemeines
Grundsätzlich ist die Dauer der Operation abhängig von der Menge der zu
entfernenden Fettpolster, der Narkoseart und der Operationstechnik. Ein
Eingriff an Hüfte und Oberschenkeln dauert etwa ein bis drei Stunden. Kleinere
Eingriffe können in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) eventuell mit einem
zusätzlichen Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Vor dem Eingriff zeichnet der Plastische Chirurg genau die Stellen am Körper
an, an denen das Fett abgesaugt werden soll. Das Operationsgebiet wird
desinfiziert, steril abgedeckt und an unauffälligen Stellen werden kleine
Hauteinschnitte (Inzisionen) gesetzt. Über diese drei bis vier Millimeter
kleinen Einschnitte führt der Arzt eine dünne Kanüle ein. Diese wird immer
wieder fächerförmig vor- und zurückgeschoben, wodurch sich die Fettzellen
lösen. Eine Vakuumpumpe saugt die Fettzellen dann ab. Zum Schluss werden die
Hautschnitte vernäht und ein möglichst straff sitzender Verband angelegt.
Dieser wirkt der postoperativen Schwellung entgegen. Mit den Fettzellen
verliert der Körper auch Flüssigkeit, die durch intravenöse Infusionen während
und nach der Operation ersetzt wird. Um die neue Körperform zu stützen wird
anfänglich ein Kompressionsmieder angelegt.
Pro Sitzung sollten nicht mehr als fünf Liter Unterhautfettgewebe abgesaugt
werden um den Organismus nicht zu stark zu belasten. Reicht dies nicht aus,
müssen mehrere Sitzungen vereinbart werden. Eine Fettabsaugung kann sich auch
positiv auf die sog. Orangenhaut (Cellulite; umgangssprachlich auch
"Zellulitis") auswirken.
Neben der Basistechnik haben sich im Laufe der Zeit
verfeinerte Techniken entwickelt. Welche Methode angewendet wird, hängt unter
anderem auch von den individuellen Voraussetzungen und dem Angebot des
Chirurgen ab.
Die klassische, oben beschriebene Technik der
Fettabsaugung wird als Tumeszenztechnik bezeichnet und stellt derzeit weltweit
die Standardmethode der Fettabsaugung da. Grundlage der Technik ist eine
spezielle Vorbehandlung, um die störenden Fettzellen zunächst aufzulockern.
Zunächst wird ungefähr so viel Flüssigkeit in das Unterhautfettgewebe
eingespritzt, wie anschließend Fett abgesaugt werden soll. Die Flüssigkeit
besteht aus einer physiologischen Kochsalzlösung und einem lokal wirkenden
Betäubungsmittel sowie weiteren Zusätzen. Die Fettzellen saugen dabei die
Flüssigkeit auf und lassen sich so besser aus den Zellverbänden lösen und
absaugen. Es handelt sich um eine sehr sichere Technik, die durch den Einsatz von
besonders dünnen Absaugekanülen noch verfeinert werden kann.
Bei dieser – auch Rütteltechnik oder Power Assisted
Liposuction (PAL) genannten – Methode kommen anstelle von Vakuumkanülen Vibrationskanülen
zum Einsatz. Elektronisch gesteuert schwingen diese bis zu 80-mal in der
Sekunde hin und her. Die Fettzellen lassen sich so bequem aus dem Gewebe heraus
in die Kanüle „rütteln“. Allerdings beeinträchtigt die elektronische Steuerung
auch das „Gefühl“ des Arztes. D.h., benutzt der Arzt eine Vakuumkanüle, spürt
er während der Bewegung am sich ändernden Widerstand den Übergang vom
Fettgewebe zu beispielsweise Muskelmasse. Dies ist bei der Vibrationslipolyse
für den Operateur weniger deutlich fühlbar.
In der Ultraschall-Fettabsaugung werden die
Fettzellen durch kleine Schallwellen zum Zerplatzen gebracht. Diese werden aus
einer Kanüle ans Gewebe abgegeben. Abgesaugt wird anschließend nur das Zellöl.
Die Zellhüllen (Membranen) bleiben Ihrem Körper zur Gewebestraffung und
Festigung erhalten. Da der Ultraschall nur das Fettgewebe löst, bleibt das
restliche Gewebe völlig unbeschädigt. Hautunebenheiten werden minimiert. Die
Methode eignet sich deshalb auch für ältere Patienten mit lockerer Haut, weil
sie eine stimulierende Wirkung auf die Hypodermis (Unterhaut) auswirkt und
dadurch nach der Behandlung eine bessere Hautschrumpfung (Retraktion =
natürliche Rückbildung überschüssiger Haut an den behandelten Stellen)
ermöglicht. Es resultiert eine straffere, feinere und jugendlichere Haut an den
behandelten Bereichen. Die Methode erlaubt auch das Absaugen umfangreicher
Fettmengen. Über die üblichen Problemzonen hinaus eignet sich die ultraschallassistierte
Liposuktion genauso zur Anwendung an sensiblen Bereichen wie den Beinen, Waden,
am Knie, Knöcheln, Armen, Hals, Kinn und Brustkorb.
Die Schrumpfung des nach der Operation entstandenen
Hautüberschusses ist wesentlich stärker als bei allen anderen Techniken.
Dadurch lassen sich in schwierigen Fällen oftmals lange Hautschnitte vermeiden.
Die Ultraschalltechnik ist zeitaufwendiger und nur etwas für die Plastischen
Chirurgen, die sehr häufig Fettabsaugungen durchführen. Thermische Schäden, wie
sie bei unsachgemäßer Anwendung auftreten können, lassen sich durch einen
erfahrenen Operateur sicher vermeiden (also nichts für „Gelegenheitssauger“).
Diese Methode sollte dann angewendet werden, wenn der Patient durch die
speziellen Eigenschaften der Ultraschalltechnik ein sichtbar besseres
Ergebnis erhält.
Die
Operationstechniken - Wasserstrahl-Liposuktion
(WAL)
Bei der wasserstrahlassistierten Liposuktion werden
Fettzellen einfach aus dem Körper herausgespült. Die fettzerstörende Wirkung
weist von der Kanüle weg und überschreitet den Durchmesser der Kanüle bei
weitem. Diese Methode ist durch eine spezielle Betäubungslösung in örtlicher
Betäubung durchführbar. Absaugung und Betäubung erfolgen gleichzeitig. Kritiker
behaupten, dass sich nur größere Fettgewebeanteile durch den Wasserstrahl
herauslösen lassen und dadurch die Feinkonturierung erschwert ist.
Bisher arbeiten nur wenige Operateure mit dieser erst vor wenigen Jahren
entwickelten Methode, sodass größere Studien über die Möglichkeiten und Risiken
dieses Verfahrens fehlen. Bis die Unbedenklichkeit und reproduzierbar gute
Ergebnisse an größeren Patientengruppen nachgewiesen sind, ist eine eher
abwartende Haltung sicher angebracht.
Resümee
Unabhängig
davon, ob Sie Ihre Schönheitsoperation bei uns in Hamburg oder bei erfahrenen
Kollegen in München, Berlin, Salzburg oder Stuttgart durchführen lassen,
möchten wir Ihnen in unserer ärztlichen Verpflichtung helfen, mit ihrer
Schönheitsoperation gute Erfahrungen zu machen. Deshalb empfehlen wir Ihnen,
die Entscheidung für einen bestimmten Schönheitschirurgen nicht zu überstürzen;
gehen Sie dazu wie folgt vor:
1.
Nehmen Sie einige Kliniken über Ihren „ersten Eindruck“ in die engere
Auswahl.
2.
Prüfen Sie die in dieser engeren Auswahl in Frage kommenden Ärzte mit
Hilfe der CHECKLISTE ZUR
SICHEREN ARZTWAHL (pdf)